Der Eigentliche Greifstachler – Tier des Monats Februar

Greifstachler / Joachim S. Müller (flickr.com)

Eigentlicher Greifstachler / Joachim S. Müller (flickr.com)

Der Eigentliche Greifstachler (engl. Brazilian Porcupine) gehört zur Familie der Baumstachler und lebt im zentralen und nördlichen Teil von Südamerika.

Die Nagetiere erreichen eine Körperlänge von 35 bis 60 cm und wiegen zwischen 1,9 und 4,8 kg. Ihre Schwanzlänge kann bis zu 50 cm betragen. Charakteristisch ist sein von Stacheln überzogener Körper. Dabei befinden sich die längsten Stacheln im Kopfbereich und können eine Länge von bis zu 9cm aufweisen. Er hat eine gräulich bis schwarze Färbung mit weißen Stachelspitzen. Das stachellose Gesicht mit einer auffälligen, breiten Stupsnase hat dagegen eine hellbraune Farbe.

Der Eigentliche Greifstachler hält sich hauptsächlich in den Bäumen der Tieflandregenwälder aber auch in Bergregenwäldern auf. Selbst schlafen tut das nachtaktive Nagetier in einer luftigen Höhe von bis zu 10m. Den Boden betritt er eher selten. Sein Körper ist gut an die Lebensweise in Bäumen angepasst, so besitzt er scharfe Krallen an den Zehen und sein langer Schwanz dient als Greifschwanz.

Eigentlicher Greifstachler / Petra Karstedt (wikipedia.de)

Eigentlicher Greifstachler / Petra Karstedt (wikipedia.de)

Fressen tut der reine Vegetarier alles was er in den Bäumen finden kann, wie Blätter, Knospen, Blüten und Baumrinden. Selten macht er sich auch auf Plantagen über Feldfrüchte her.

Wird der Baumbewohner angegriffen, gibt er knurrende Drohlaute von sich und wehrt sich mit heftigen Schwanzschlägen oder Bissen. Falls er sich am Boden befinden sollte, rollt er sich dort wie alle Baumstachler zu einer Kugel zusammen.

Jungtiere werden nach einer Tragezeit von ca. 200 Tagen zur Welt gebracht. Dabei gebärt ein Weibchen jeweils nur ein Jungtier, welches die ersten 3 Monate mit Muttermilch gefüttert wird, sich aber sogleich nach der Geburt selbständig in den Ästen fortbewegen kann.

In der Roten Liste der IUCN stehen die Tiere bereits unter „gering gefährdet“, da die Abholzung der Regenwälder ihren Lebensraum zunehmend einschränkt. Auch werden sie von Landwirten als Schädlinge betrachtet und bejagt, da sie sich manchmal über Plantagen hermachen.

Jungtier / Joachim S. Müller (flickr.com)

Jungtier / Joachim S. Müller (flickr.com)