Im äußersten Süden der USA, über ganz Mittel- und Südamerika bis in den Süden Argentiniens, mit Ausnahme von Chile und Uruguay, ist eine außergewöhnliche Art aus der Familie der Katzen beheimatet – Der Jaguarundi.
Sein nächster Verwandter ist der Puma, nicht, wie sein Name irreführend vermuten lässt, der Jaguar. Mit einer Körperlänge von 55-75 cm bei 4 – 9 kg, kann er mit der Größe einer großen Hauskatze verglichen werden. Insgesamt erinnert sein eher gedrungener langgestreckter Körper aber an einen Marder, weshalb er auch oft als „Wieselkatze“ bezeichnet wird. Seine Fellzeichnung ist im Gegensatz zu den meisten anderen Katzenarten jedoch einheitlich in schwarz / grau oder rötlich. Diese beiden Farbtypen hat man früher irrtümlich für zwei unterschiedliche Arten gehalten, die dunkleren Exemplare für Jaguarundis und die rötlichen für Eyras. Inzwischen weiß man jedoch, dass in einem einzigen Wurf alle Farbvarianten auftreten können.
Bevorzugt hält er sich in lichten Wäldern und im Buschland auf, offenes Gelände meidet er eher. Dort jagt die nachtaktive Wildkatzenart hauptsächlich auf dem Boden nach Kleinsäugern, Vögeln und Reptilien. Klettern kann er zwar auch, dies tut er aber nur sehr selten. Dafür ist er ein sehr guter Schwimmer und geht auch mal gerne auf Fischjagt.
Grundsätzlich wird er als Einzelgänger beschrieben. Da er allerdings eine der am wenigsten erforschten Katzen ist und es bisher 13 deutlich unterscheidbare Lautäußerungen wie schnurren, knurren, schreien, tschirpen,.. bekannt sind, ist es nicht auszuschließen, dass er auch soziale Einheiten bildet.
Das Jaguarundi ist weniger häufig als zuvor angenommen, gilt aber noch nicht als gefährdet. Es stehen jedoch bereits mehrere Unterarten unter Schutz, da seine Populationsgröße durch die Zerstörung seines Lebensraums durch Waldrodungen sowie durch Jagt und Wildfang durch den Menschen weiter abzunehmen droht.

